Außenwirkung

In der "Forschungsinitiative Sprachdiagnostik und Sprachförderung (FiSS)" fördert das BMBF anwendungsbezogene empirische Bildungsforschung. Die Außenwirkung der koordinierten Projektarbeit entfaltet sich einerseits von den Projekten her, die ihre Forschungsergebnisse in die wissenschaftliche Community einbringen, wie auch über die Koordinierungsstelle, die in der zweiten Laufzeit einen Schwerpunkt ihrer Tätigkeiten im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit gesetzt hat.

Adressaten sind die in den konkreten Projekten beteiligten Bildungsinstitutionen und die lokale Bildungslandschaft, weiter die nationale und internationale wissenschaftliche Community, Bildungsverwaltungen und Bildungspolitik sowie die allgemeinen Öffentlichkeit.

  • Alle Projekte von FiSS arbeiten empirisch. Durch die Datenerhebungen in KiTas und Schulen und die Arbeit mit Probanden entstehen zahlreiche Kontakte zu pädagogischem Fachpersonal sowie zu interessierten Bürgerinnen und Bürgern vor Ort. Viele der Projekte geben ihre Forschungsergebnisse in Form von Förderverfahren, Trainings und Schulungen oder Fortbildungen in die lokale Bildungs-Infrastruktur zurück.

  • Mit steigendem Bekanntheitsgrad von FiSS und angeregt durch Kontakte, Internet-Recherche oder Tagungsteilnahme, wenden sich zunehmend ErzieherInnen und LehrerInnen an die WissenschaftlerInnen, um sich beraten und fortbilden zu lassen.

  • Beratend wird FiSS auch von Bildungsverwaltungen und Bildungspolitik angefragt.

  • Bei zahlreichen Fachtagungen haben die Projekte ihre Arbeit und ihre Ergebnisse in Vorträgen, Posterpräsentationen und Arbeitsgruppen in die fachliche Öffentlichkeit getragen. Durch seine vielfältige Tagungspräsenz hat FiSS innerhalb der Fachöffentlichkeiten inzwischen einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und die wissenschaftliche Diskussion über Sprachdiagnostik und Sprachförderung entscheidend mit geprägt.
  • Die von der FiSS-Koordinierungsstelle ausgerichteten Frühjahrstagungen (2013 zusammen mit dem Mercator-Institut für Sprachförderung der Universität zu Köln sowie dem IQB der Humboldt-Universität Berlin, 2014 in Kooperation mit FunDuS Dortmund) bieten dem Forschungsschwerpunkt "Sprachdiagnostik und Sprachförderung" ein internationales Forum, auf dem die Forschungsprojekte ihre Ergebnisse präsentieren und zusammen mit der Fach- und interessierten allgemeinen Öffentlichkeit evaluieren. Gezielt werden Vertreter von Bildungsverwaltungen, Lehrerbildungsinstituten und in der Sprachförderung besonders erfolgreichen Schulen hierzu eingeladen, um den Bogen in die Praxis und die Umsetzung entwickelter Verfahren zu schlagen.
  • Ein von den FiSS-Koordinatorinnen Angelika Redder und Sabine Weinert (Ko-Koordination bis 2012) herausgegebener Sammelband zur "Sprachförderung und Sprachdiagnostik" stellt in ausgewählten Studien Projekte und deren Ergebnisse in der ersten Laufzeit vor (erschienen bei Waxmann 2013, ISBN 978-3-8309-2911-6). Der Band richtet sich an das allgemeine Fachpublikum und gibt einen umfassenden Einblick in die aktuelle Forschung der Forschungsinitiative.
  • Die Beteiligung der FiSS-Koordinierungsstelle an dem Projekt „Bilanz und Konzeptualisierung von strukturierter Forschung zu 'Sprachdiagnostik und Sprachförderung'“ (veröffentlicht 2011 in ZUSE Berichte 2) hat zahlreiche Kontakte in die Bundesländer auf der Arbeitsebene gezeitigt. Dabei ergab sich ein überwältigendes Interesse der Fachleute in den Ministerien an einem Austausch mit der Wissenschaft. Durch eine Expertenrunde mit den Praktikern in den Länderadministrationen im Herbst 2011 wurde seitens der FiSS-Koordinierungsstelle der Austausch zwischen Wissenschaft und Verwaltung auf Anregung der Länderbehörden fortgesetzt.

  • Der Auftrag einer nachhaltigen Datenarchivierung stellt eine große Herausforderung für einen interdisziplinär und methodisch vielfältig arbeitenden Forschungsverbund dar. Für eine zukunftsorientierte Langzeitlösung war die FiSS-Koordinierungsstelle im Austausch mit Experten aus den Disziplinen, die an FiSS beteiligt sind, und in Abstimmung mit den Datenschutzbeauftragten der Länder maßgeblich an der Vorbereitung tragfähiger Konzepte beteiligt. Der Auftrag zur Ausarbeitung und Implementation einer koordinierten Datenarchivierung erfolgt seit 2012 im Auftrag des BMBF durch einen Verbund von DIPF, GESIS und IQB.

  • Auf den Treffen der Koordinierungsstellen des BMBF-Rahmenprogramms zur Empirischen Bildungsforschung werden Ergebnisse, Erfahrungen und Desiderate aus den Forschungsprojekten über die FiSS-Koordinierungsstelle mit der Arbeit der anderen Förderschwerpunkte rückgekoppelt und in die Weiterentwicklung des Förderschwerpunkts eingebracht.
  • Durch mannigfache Kooperationen im FiSS-Verbund und darüber hinaus bildet sich ein Netzwerk, das hilft, Forschungs- und Förderaktivitäten unter- und miteinander abzustimmen und die Forschungslandschaft in Bezug auf Sprachförderung und Sprachdiagnostik zu strukturieren. Auch ExpertInnen-Gespräche zu anstehenden Problemen und zu deren Überwindung leisten hierzu einen wichtigen Beitrag.
  • Eine von der Koordinierungsstelle bereitgehaltene kommentierte Literaturdatenbank zur kindlichen Sprachaneignung bietet einen schnellen und umfassenden Zugriff auf Literatur zum Thema. Die FiSS-Datenbank ist linguistisch breit aufgestellt und bietet einen fachspezifischen Zugang zu aktuellen Titeln des Themenbereichs.