Dialogisches Lesen

Evaluation des dialogischen Lesens zur Sprachförderung bei Migrantenkindern

Leitung: Prof. Dr. Marco Ennemoser, Justus-Liebig-Universität Gießen

Laufzeit 1: 1.4.2009 - 31.3.2012, Laufzeit 2: 1.9.2012 - 31.10.2015

Im Rahmen des Projekts soll das Potenzial des dialogischen Lesens (DL) zur Förderung von Migrantenkindern untersucht werden.

Das primäre Ziel besteht darin, ein evidenzbasiertes Förderkonzept, dessen Wirksamkeit in anderen situativen Kontexten und bei anderen Zielgruppen als empirisch gut belegt gelten kann, in die institutionelle Förderpraxis zu implementieren und dort unter alltagspraktischen Bedingungen zu evaluieren.

Um möglichst differenzierte Erkenntnisse über die Potenziale des Dialogischen Lesens zur Förderung von Migrantenkindern zu gewinnen, wird nicht nur ein breites Spektrum an sprachlichen Kompetenzen erfasst, sondern es wird systematisch überprüft, wie die Wirksamkeit im Vergleich mit strukturierten Sprachförderprogrammen einzuordnen ist und inwiefern sich für förderbedürftige Kinder ohne Migrationshintergrund vergleichbare Effekte ergeben.

Im Verlauf von drei Untersuchungsjahren sollen 460 Kinder vom vorletzten Kindergartenjahr bis zum Ende der 1. Klasse verfolgt werden. Die sprachlichen und schriftsprachlichen Kompetenzen werden zu 5 Testzeitpunkten mit Hilfe geeigneter Verfahren erfasst. Dabei sollen zunächst 400 Kinder mit Migrationshintergrund auf 4 Trainingsbedingungen verteilt und entsprechend gefördert werden (Dialogisches Lesen, Phonologische Bewusstheit, Kon-Lab Sprachförderprogramm, unspezifische Förderung). Eine zusätzliche Stichprobe von 60 förderbedürftigen Erstsprachlern wird nur mit dialogischem Lesen gefördert.

Die Untersuchung soll differenzierte Erkenntnisse über das Förderpotenzial des Dialogischen Lesens im Vergleich mit strukturierten Sprachförderprogrammen liefern. Ferner sollten sich aus den Ergebnissen Hinweise darauf ableiten lassen, wie empirisch bewährte Förderkonzepte ggf. optimierend kombiniert werden können.

Neben dem wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn sollen die Befunde nicht zuletzt zu einer stärkeren Evidenzbasierung in der institutionellen Förderung von Migrantenkindern und damit zu einer verstärkten Implementation wirksamer Förderkonzepte beitragen.

 

Leitung:

Prof. Dr. Marco Ennemoser
Justus-Liebig-Universität Gießen
Lehrstuhl für schulische Prävention und Evaluation
Otto-Behaghel-Straße 10F
D-35394 Giessen
Tel.: 0641/99-26007
Fax: 0641/99-26029 
Sekretariat: 0641/99-26010 
Email: marco.ennemoser[at]psychol.uni-giessen.de

Kontakt und wissenschaftliche Mitarbeit:

Monja Lehnigk
Tel.: 0641/99-26022
Email: Monja.I.Lehnigk[at]psychol.uni-giessen.de

Elena Hohmann
Tel.: 0641/99-26022
Email: Elena.Hohmann[at]psychol.uni-giessen.de

Justus-Liebig-Universität Gießen
Fachgebiet Psychologie
Otto-Behaghel-Straße 10F
D-35394 Giessen
Fax: 0641/99-26029 
Sekretariat: 0641/99-26010 

Ehemalige Mitarbeiter:

Nils Hartung, Dr. Soulemanou Pepouna