Alle FiSS-Projekte im Überblick

Logo BeFoBedeutung und Form: Fachbezogene und sprachsystematische Förderung in der Zweitsprache (BeFo II)

Prof. Dr. Petra Stanat & Dr. Anja Felbrich, IQB, Humboldt-Universität zu Berlin

In der zweiten Förderphase von BeFo werden die Sprachförderansätze des "focus on form" (FoF) und des "focus on meaning" (FoM) vertiefend evaluiert, indem (a) die mündliche Sprachprodukton der Kinder erhoben und zusätzlich zu den Papier- und Bleistift-Verfahren der ersten Projektphase ausgewertet werden; (b) die Wirkbedingungen der beiden Förderansätze genauer bestimmt werden; (c) das Testverfahren zur Erfassung grammatikalischer Basiskompetenzen für die Jahrgangsstufen 2 und 3 der Grundschule sowie Kinder deutscher und nicht-deutscher Herkunftssprache normiert werden soll.


Logo BiSpraBildungssprachliche Kompetenzen: Anforderungen, Sprachverarbeitung und Diagnostik (BiSpra II)

Die Zielsetzung des Verbundprojektes „Bildungssprachliche Kompetenzen II“ (BiSpra II) knüpft unmittelbar an die Erkenntnisse an, die aus der ersten Projektphase (BiSpra I) gewonnen werden konnten. Die Evaluation des Konzeptes der schulrelevanten Bildungssprache sowie die Auswirkungen von Bildungssprache auf den Bildungserfolg von Grundschulkindern mit und ohne Migrationshintergrund stehen hierbei nach wie vor im inhaltlichen Fokus.

Teilprojekt Psychologie / psychologisch-pädagogische Diagnostik
Prof. Dr. Sabine Weinert, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Konkretes Ziel ist die linguistisch fundierte und empirisch abgesicherte Entwicklung von differenzierenden Diagnosetests, die als Grundlage zur Förderung von Schülerinnen und Schülern dienen sowie sozialen und migrationsgbezogenen Disparitäten im Bildungserfolg vorbeugen können.

Teilprojekt Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Petra Stanat, IQB, Humboldt-Universität zu Berlin

Ziel des BiSpra-Projekts ist es, zu untersuchen, welche Merkmale von Bildungssprache Grundschulkindern mit unterschiedlichem sprachlichen und sozialen Hintergrund besondere Probleme bereiten und ob bzw. inwieweit sich hierbei Unterschiede zwischen Kindern aus deutschsprachigen Familien und Kindern mit nicht-deutscher Familiensprache zeigen. Durch ihre längsschnittliche Anlage wird die Studie wichtige Erkenntnisse über die Entwicklung bildungssprachlicher Fähigkeiten und deren prognostische Bedeutung für den schulischen Kompetenzerwerb im Grundschulalter liefern.


Unterrichtliche Förderung von Teilkomponenten der Schreibkompetenz - Interdisziplinäre Interventions-studie

Ziel des Vorhabens ist es, in der psychologischen, linguistischen und sprachdidaktischen Zusammenarbeit übergreifende Teilkomponenten der Schreibkompetenz zu identifizieren, d. h. Teilfähigkeiten, die bei allen Schreibprozessen wirksam sind und die (a) linguistisch begründbar sind, (b) mit der Qualität von Textprodukten korrelieren und (c) eine gezielte schreibdidaktische Förderung erlauben.

Teilprojekt Linguistik
Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Universität zu Köln

Teilprojekt Pädagogische Psychologie
Prof. Dr. Joachim Grabowski, Leibniz-Universität Hannover


Logo FUnDuSDie Rolle Familialer Unterstützung beim Erwerb von Diskurs- und Schreibfähig-keiten in der Sekundarstufe I (FUnDuS)

Angesichts der engen Kopplung von Bildungspartizipation und sozialer Herkunft in Deutschland widmet sich das Projekt der Identifikation familialer Faktoren, die einen Beitrag zur Vorhersage differentieller sprachlicher Schlüsselqualifikationen leisten. Speziell geht es um schriftliches und mündliches Argumentieren.

Teilprojekt Linguistik
Prof. Dr. Uta Quasthoff, TU Dortmund

Teilprojekt Pädagogische Psychologie
Prof. Dr. Elke Wild, Universität Bielefeld


Effekte kombinierter musikalischer und phonologischer Frühförderung auf die Entwicklung phonologischer Bewusstheit bei Kindergarten-kindern deutscher und nichtdeutscher Herkunftssprache 

Das Hauptanliegen ist es, die Effekte einer Kombination von musikalischer Frühförderung und dem Training der phonologischen Bewusstheit auf die Entwicklung der phonologischen Bewusstheit bei 4- bis 5-jährigen Kindern zu untersuchen. Hintergrund dazu sind Ergebnisse, die nahelegen, dass musikalische und sprachliche Reize ähnliche Mechanismen der Lautkategorisierung ansprechen und somit auch musikalische Förderung geeignet ist, die Entwicklung der phonologischen Bewusstheit zu unterstützen.

Teilprojekt Psychologie, Würzburg
Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Julius-Maximilians-Universität Würzburg

Teilprojekt Empirische Bildungsforschung, Bamberg
Prof. Dr. Cordula Artelt, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Teilprojekt Empirische Bildungsforschung, Berlin
Prof. Dr. Petra Stanat, IQB, Humboldt-Universität zu Berlin


Evaluation des dialogischen Lesens zur Sprachförderung bei Migrantenkindern

Prof. Dr. Marco Ennemoser, Justus-Liebig-Universität Gießen

Im Rahmen des Projekts soll das Potenzial des dialogischen Lesens zur Förderung von Migrantenkindern untersucht werden. Das primäre Ziel besteht darin, ein evidenzbasiertes Förderkonzept, dessen Wirksamkeit in anderen situativen Kontexten und bei anderen Zielgruppen als empirisch gut belegt gelten kann, in die institutionelle Förderpraxis zu implementieren und dort unter alltagspraktischen Bedingungen zu evaluieren.


Logo SprachKoPFSprachKoPF 2 – SprachförderKompetenz Pädagogischer Fachkräfte

Untersuchung der Kompetenzen von Pädagogischen Fachkräften in zentralen theoretischen und angewandten Bereichen der Sprachstands-einschätzung und Sprachförderung

Prof. Dr. Rosemarie Tracy & Dr. Dieter Thoma, Universität Mannheim

Ziel des Projekts SprachKoPF 2 ist es, die Sprachförderkompetenz pädagogischer Fachkräfte zu untersuchen und dadurch zur Professionalisierung des Berufs beizutragen. Zum einen wird die Sprachförderkompetenz unterschiedlich qualifizierter pädagogischer Fachkräfte und die Sprachkompetenz von Kindern mit standardisierten Verfahren erhoben, zum anderen kommen bei Teilstichproben qualitative Verfahren zum Einsatz (Interviews, Videografie).


Logo SPRABILON-RSPRABILON-R – Sprachentwicklung bilingualer Kinder in longitudinaler Perspektive – retrospektiv

Prof. Dr. Dr. h. c. Ingrid Gogolin & Prof. Dr. Knut Schwippert, Universität Hamburg

Die Studie soll ein umfassendes Bild von der sprachlichen Entwicklung von in FÖRMIG geförderten Jugendlichen bis hin zum Übergang in eine allgemeinbildende oder berufsbildende Laufbahn vermitteln. Vor allem geht es darum, besonders sprachförderliche oder -hinderliche Ereignisse und Erfahrungen im familiären und schulischen Umfeld zu identifizieren.


Prozessbezogene Diagnostik des Lese- und Hörverstehens im Grundschulalter  

Theoretisches Ziel ist die Gewinnung von Erkenntnissen über die Struktur und Entwicklung der Effizienz von Teilprozessen des Leseverstehens. Praktisch sollen die Projektergebnisse eine differenzierte Förderdiagnostik von Lesefähigkeiten bei schwachen und durchschnittlichen Schülern/innen ermöglichen. Außerdem sind Erkenntnisse für eine Optimierung und adaptive Gestaltung des Leseunterrichts zu erwarten.

Teilprojekt Kassel
Prof. Dr. Tobias Richter, Universität Kassel

Teilprojekt Frankfurt
PD Dr. Johannes Naumann, DIPF Frankfurt


Logo BiSpraBildungssprachliche Kompetenzen: Anforderungen, Sprachverarbeitung und Diagnostik (Bispra)

Ziel des Verbundprojekts war es, (1) bildungssprachliche Fähigkeiten sowie damit einhergehende entwicklungstypische Sprachkompetenzen zu bestimmen, welche SchülerInnen benötigen, um im Unterricht erfolgreich agieren zu können, und (2) daraus ein linguistisch und (sprach-) entwicklungspsychologisch fundiertes Verfahren zur diagnostischen Einschätzung sprachlicher Fähigkeiten von SchülerInnen zu entwickeln.

Teilprojekt  Psychologie / psychologisch-pädagogische Diagnostik
Prof. Dr. Sabine Weinert, Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Teilprojekt  Linguistik
Prof. Dr. Angelika Redder, Universität Hamburg

Teilprojekt  Erziehungswissenschaft
Prof. Dr. Petra Stanat, FU Berlin, jetzt: IQB, Humboldt-Universität zu Berlin 


Sprachstandsscreening-Verfahren

Ein Screening-Verfahren zur flächendeckenden Erfassung des Sprachstandes vier- bis viereinhalbjähriger Kinder. Optimierung, Validierung, Erweiterung, elektrophysiologische Fundierung

Prof. Dr. Katrin Neumann, Ruhr-Universität Bochum

Projektziel war die Überprüfung der Differenzierungs-Kriterien des Kindersprachscreenings (KiSS) mit (1) unauffälliger, (2) verzögerter bzw. förderbedürftiger und (3) im Sinne einer Sprachentwicklungsstörung (SES) gravierend gestörter Sprachentwicklung an monolingual deutschen Kindern mit Hilfe ereigniskorrelierter Potentiale des Elektroenzephalogramms (mismatch negativity, MMN).


Empirische Prüfung der Niveaubeschreibungen Deutsch als Zweitsprache für die Sekundarstufe I

Prof. Dr. Inci Dirim, Universität Hamburg

Ziel des Projekts war eine empirische Prüfung und ggf. notwendig werdende Modifikation des Instruments "Niveaubeschreibungen DaZ für die Sekundarstufe I". Bei dem Instrument handelt es sich um ein selbsterklärendes vierstufiges Raster zur systematischen Beobachtung von Kompetenz und Kompetenzzuwachs im Deutschen als Zweitsprache durch Lehrkräfte aller Fächer. Untersucht wurden Interraterreliabilität und Konstruktvalidität.


Sprachverarbeitung bei türkischen Kindern mit Deutsch als Zweitsprache: Neurophysiologische und sprachwissenschaftliche Untersuchungen

Dr. Tanja Rinker, Universität Konstanz

In dieser Studie sollte anhand von ereigniskorrelierten Potentialen (EKPs) untersucht werden, ob türkische L2-Lerner des Deutschen zwischen fünf und acht Jahren deutsche Nomen im Plural noch als lexikalische Einheit oder bereits unter Anwendung grammatischer Regeln verarbeiten.


Überprüfung eines textsortenübergreifenden Modells der Entwicklung von Schreibkompetenz im dritten und vierten Grundschuljahr

Prof. Dr. Albert Bremerich-Vos, Universität Duisburg-Essen

Das Vorhaben zielte auf die Erhebung von zentralen Aspekten der Schreibkompetenz von Grundschülerinnen und -schülern der Jahrgangsstufen 3 und 4. Überprüft werden sollte, ob sich ein Modell der Textsortenkompetenz als zuverlässig erweist, wenn das Ausgangskorpus und weitere narrative und argumentative Texte, die im Rahmen von Testungen des Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen entstanden sind, von trainierten Beurteilern ganzheitlich (holistisch) eingeschätzt werden.


Logo BeFoBedeutung und Form (BeFo): Fachbezogene und sprachsystematische Förderung in der Zweitsprache 

Anknüpfend an Vorarbeiten aus dem Jacobs-Sommercamp Projekt (Stanat, Baumert & Müller, 2005) wurden im Vorhaben BeFo zwei Ansätze der Zweitsprachförderung weiterentwickelt und im Rahmen eines feldexperimentellen Designs auf ihre Wirksamkeit überprüft werden: (1) explizite Sprachförderung mit "focus on form" durch sprachsystematischen Unterricht in Deutsch als Zweitsprache und (2) implizite Sprachförderung durch fachbezogenen Unterricht in den Fächern Mathematik und Sachunterricht.

Teilprojekt Deutsch als Zweitsprache
Prof. Dr. Heidi Rösch, PH Karlsruhe

Teilprojekt Empirische Bildungsforschung
Prof. Dr. Petra Stanat, Freie Universität Berlin


Logo SprabilonSPRABILON: Empirische Erfassung sprachlicher Entwicklung bilingualer Kinder in longitudinaler Perspektive: Übergang vom Primar- in den Sekundarbereich

Prof. Dr. Dr. h. c. Ingrid Gogolin & Prof. Dr. Knut Schwippert, Universität Hamburg

Mit SPRABILON sollen empirisch überprüfbare Erkenntnisse zu Spracherwerbsprozessen und bildungssprachlichen Kompetenzen von bilingualen Schülerinnen und Schülern mit den Herkunftssprachen Türkisch und Russisch sowie für die Zweitsprache Deutsch gewonnen werden. Zum Vergleich wird die Sprachentwicklung monolingual-deutscher Kinder überprüft.


Logo MueWiMündliche Wissensprozessierung und
-konnektierung
: Empirisch basierte linguistische Grundlagenstudie zu schulrelevanten mündlichen Fähigkeiten in den ersten beiden Jahren der Primarstufe (MüWi)

Prof. Dr. Angelika Redder, Universität Hamburg

Das FiSS-Forschungsprojekt MüWi ist nunmehr abgeschlossen. Die empirischen Untersuchungen zum Wechselverhältnis von (deiktischen) Konnektoren und Sprechhandlungen vom illokutiven Typ des Wissenstransfers in der produktiven, gesprochenen Sprache Deutsch sind als angewandte linguistische Grundlagenforschung erfolgreich verlaufen.