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3. Internationale FiSS-Frühjahrstagung 2015

"sprache_n@bildung.de"

7. - 8. Mai 2015 in Hamburg-Blankenese

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Die FiSS-Koordinierungsstelle Hamburg lädt zur 3. Internationalen FiSS-Frühjahrstagung vom 7. bis 8. Mai 2015 in Hamburg-Blankenese ein.

Zum Programm-Download     

Zu den Abstracts der Vorträge

Die Tagung richtet sich an Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen, Aktanten aus Bildungsverwaltung und Bildungsinstitutionen, Lehreraus- und -fortbildung, Praktikerinnen und Praktiker.

Nach sechsjähriger Laufzeit wird die "Forschungsinitiative Sprachdiagnostik und Sprachförderung" Anfang 2016 beendet. Zeit und Raum, die Ergebnisse der intensiven Forschungszusammenarbeit in FiSS zu präsentieren und zu resümieren: Wie werden die in FiSS entwickelten Verfahren und Instrumentarien in die Praxis gebracht? Welche Impulse wurden durch FiSS gesetzt, welche Entwicklungen angestoßen? Wie hat sich die Sprachförderlandschaft in Wissenschaft und Praxis seit 2009 verändert?

Zeit und Raum auch, um den Blick nach vorne zu öffnen: Wie formulieren sich die Forschungsfragen heute, wie morgen? Wo ist noch Grundlagenwissen zu erarbeiten, wie sind Implementierung und Transfer zu modellieren? Wie positioniert sich die sprachbezogene Forschung in der durch das BMBF-Rahmenprogramm geförderten Empirischen Bildungsforschung? Wie können die Problemlagen, mit denen sich Bildungspolitik und Bildungspraxis nach wie vor konfrontiert sehen, forschend und die Praxis begleitend in Zukunft angegangen werden? Zwei Vorträge, aus sprachwissenschaftlicher die FiSS-Koordinatorin Prof. Dr. Angelika Redder (Universität Hamburg), aus Sicht der Psychologie Prof. Dr. Sabine Weinert (Universität Bamberg), werden sich diesen Fragen widmen.

Wie kann die Umsetzung der Ergebnisse in die Praxis der Bildungsinstitutionen weitervermittelt werden, wie in die LehrerInnen- und ErzieherInnenqualifizierung? Hier setzen insbesondere zwei in die Tagung integrierte Workshops an, in denen die FiSS-Projekte - unterstützt durch internationale Gastdiskutanten - ihre Ergebnisse präsentieren und diskutieren:

  • Workshop 1 bietet unter der Themenstellung "Was müssen Fachkräfte und Eltern wissen und tun, um die Sprachkompetenz von Kindern und Jugendlichen effektiv zu fördern"?, Einblicke in die Projektergebnisse von SprachKoPF (Prof. Dr. Rosemarie Tracy und Dr. Dieter Thoma, Mannheim), Phono II (Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Universität Würzburg; Prof. Dr. Petra Stanat, IQB/HU Berlin; Prof. Dr. Cordula Artelt, Universität Bamberg), Teilkomponenten der Schreibkompetenz (Prof. Dr. Michael Becker-Mrotzek, Universität zu Köln; Prof. Dr. Joachim Grabowski, Universität Hannover) und FUnDuS II (Prof. Dr. Uta Quasthoff, Universität Dortmund; Prof. Dr. Elke Wild, Universität Bielefeld). Als internationaler Gastdiskutant wird Prof. Dr. Charles Berg aus Luxemburg an dem Workshop teilnehmen.
  • Workshop 2 präsentiert und diskutiert unter dem Thema "Aufgaben- und Testformate: Best Practices" Ergebnisse aus den FiSS-Projekten Dialogisches Lesen (Prof. Dr. Marco Ennemoser, Universität Gießen), SPRABILON-R (Prof. Dr. Dr. h.c. Ingrid Gogolin und Prof. Dr. Knut Schwippert, Universität Hamburg), ProDi (Prof. Dr. Tobias Richter, Universität Kassel; Prof. Dr. Johannes Naumann, Universität Frankfurt/DIPF), BeFo II (Prof. Dr. Petra Stanat und Dr. Anja Felbrich, IQB/HU Berlin) und BiSpra II (Prof. Dr. Sabine Weinert, Universität Bamberg; Prof. Dr. Petra Stanat, IQB/HU Berlin; unter Mitwirkung von Prof. Dr. Angelika Redder, Universität Hamburg). Internatinale Gastdiskutanten sind Prof. Dr. Sonja Kuri, Università degli Studi di Udine, Italien, und Dipl.Psych. Tatjana Taraszow von NEPS, Berlin.

Gerahmt wird der erste Veranstaltungstag von einem öffentlichen Abendvortrag: Prof. Carsten Röver von der School of Languages and Linguistics der University of Melbourne entwickelt einen Blick auf die soziopragmatische Dimension der Sprachdiagnostik, die Fragen von Integration und Chancenverteilung in mehrkulturellen Gesellschaften zentral in Forschungsformate und bildungspolitische Entscheidungen legitimierende Instrumentarien einbindet. Insbesondere die Schwierigkeiten, diskursive Qualifikationen unter standardisierten Testsituationen zu bewerten, stellen eine der aktuell zu bearbeitenden Herausforderungen an die (fremdsprachen-) didaktische Sprachdiagnostik dar.

Den Übergang von FiSS zu KomBi, dem Forschungsschwerpunkt des BMBF zur Mehrsprachigkeit, wird Prof. Dr. Dr. h.c. Ingrid Gogolin (Universität Hamburg) in ihrem Vortrag zum Ausgangspunkt nehmen, um - 20 Jahre nach dessen Konstatierung - den "monolingualen Habitus" der deutschen Schule erneut auf den Prüfstand zu stellen. Wie sieht es um die Integration der vielen Sprachen in die Schule heute aus? Welche Möglichkeiten haben die Kinder, ihre Sprachen als Ressourcen zu entwickeln? Dabei zeichnet sie die Entwicklungen von "FiSS" zu "KoMBi", von Sprachdiagnostik über Sprachbildung hin zur Mehrsprachigkeitsforschung, nach.

Fragen der Implementierung und des Transfers der Forschungsergebnisse in die Qualifizierung werden auch im Mittelpunkt eines international besetzten Podiums stehen, zu dem neben Vertretern der Politik und des BMBF Fachkollegen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz eingeladen sind, die wichtige Impulse in der Lehrerbildung und der Qualität von sprachlicher Bildung gesetzt haben. Teilnehmende Diskutanten sind: Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Vizepräsidentin der Universität Göttingen und Gesamtprojektleiterin des Projekts "Umbrüche gestalten" der neun lehramtsausbildenden Hochschulen in Niedersachsen; Prof. Dr. Urs Moser, Institut für Bildungsevaluation an der Universität Zürich; Dr. Barbara Herzog-Punzenberger, Leiterin des Arbeitsbereichs Migration & Bildung am Institut für Pädagogik und Psychologie der Johannes Kepler Universität Linz, Österreich; Prof. Dr. Elke Wild, Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie an der Universität Bielefeld und mit dem FiSS-Projekt FUnDuS im Bereich der Elternbildung und -beratung engagiert; OSR Heinz Grasmück, Referatsleiter für Unterrichtsentwicklung Deutsch, Künste und Fremdsprachen in der Behörde für Schule und Berufsbildung Hamburg; Dr. Wendelin Sroka aus dem Referat "Empirische Bildungsforschung" des BMBF. Das Gespräch wird moderiert von der FiSS-Koordinatorin Prof. Dr. Angelika Redder (Universität Hamburg).

Aus ihren Projektzusammenhängen in Österreich, der Türkei und anderen sogenannten Herkunftsländern wird Prof. Dr. Katharina Brizic (University of California, Berkeley/Universität Freiburg i.Br.) die Frage der Mehrsprachigkeit sprachsoziologisch vertiefen. Sind Kinder nur dann erfolgreich, wenn sie in ihrer Bildung auf ihre eigenen Sprachen verzichten? Welche Sensibilität, welche Mittel benötigen die Schulen, die LehrerInnen und ErzieherInnen, was benötigen die Kinder selber, damit sie die Chancen, die mit den vielen Sprachen einhergehen, auch umsetzen und nutzen können? In einer "soziolinguistischen Studie zu Bildung und Ungleichheit" geht sie den Strategien und den Stimmen derjenigen nach, die in mehrsprachigen Gesellschaften auf der Seite derjenigen stehen, die für die Erreichung ihrer Bildungsziele nicht auf eine muttersprachliche Kompetenz in der Mehrheitssprache der Gesellschaft zurückgreifen können.

Zum Abschluss der Tagung - und zum Abschluss von FiSS - kommen noch einmal die FiSS-Projekte selber zu Wort: In einem von der Wissenschaftsjournalistin Dr. Daniela Remus (ARD/NDR, Hamburg) moderierten Abschlussgespräch wollen wir die Ergebnisse aus den Workshops des Vortages in ein allgemeines Resümee einfließen lassen, das die Tagung, die Forschungs-Perspektiven und die Chancen und Möglichkeiten einer Umsetzung der FiSS-Ergebnisse in die Breite in den Blick nimmt.

 

Hier können Sie die Hotelliste als pdf downloaden.

Hier können Sie das Programm als pdf downloaden.

 

Tagungsprogramm 

  Donnerstag, 07.05.2015
12:00 Anreise und Anmeldung
12:30 Mittagessen
13:30 Eröffnung der Tagung
14:00 Prof. Dr. Angelika Redder, FiSS-Koordinatorin, Universität Hamburg 
"Wissenschaftlich verantwortbare Sprachenbildung - Versuch einer Bilanz"
14:45 Prof. Dr. Sabine Weinert, Universität Bamberg 
"Warum Sprachförderung und Sprachdiagnostik so wichtig sind: Zur Bedeutung von Sprache für die kindliche Entwicklung" 
15:30 Pause
16:00 bis
18:00
parallel: 
FiSS-Workshop 1 : "Was müssen Fachkräfte und Eltern wissen und tun, um die Sprachkompetenz von Kindern und Jugendlichen effektiv zu fördern?"

Beteiligte Projekte:
- SprachKoPF (Prof. Dr. Rosemarie Tracy und Dr. Dieter Thoma, Universität Mannheim); - Phono II (Prof. Dr. Wolfgang Schneider, Universität Würzburg; Prof. Dr. Petra Stanat, IQB/HU Berlin; Prof. Dr. Cordula Artelt, Universität Bamberg); - Teilkomponenten der Schreibkompetenz (Prof. Dr. Michael Becker-Mroztek, Universität zu Köln; Prof. Dr. Joachim Grabowski, Universität Hannover); - FUnDuS II (Prof. Dr. Uta Quasthoff, Universität Dortmund; Prof. Dr. Elke Wild, Universität Bielefeld)

Gastdiskutant: Prof. Dr. Charles Berg, Luxemburg 

Der Workshop wird durchgeführt unter aktiver Beteiligung der Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der Projekte.

FiSS-Workshop 2 : "Aufgaben- und Testformate: Best Practices"

Beteiligte Projekte: 
- Dialogisches Lesen (Prof. Dr. Marco Ennemoser, Universität Gießen); - SPRABILON-R (Prof. Dr. Dr. h.c. Ingrid Gogolin und Prof. Dr. Knut Schwippert, Universität Hamburg); - ProDi (Prof. Dr. Tobias Richter, Universität Kassel; Prof. Dr. Johannes Naumann, Universität Frankfurt/DIPF); - BeFo II (Prof. Dr. Petra Stanat, Dr. Anja Felbrich); - BiSpra II (Prof. Dr. Sabine Weinert, Universität Bambert; Prof. Dr. Petra Stanat, IQB/HU Berlin; unter Mitwirkung von Prof. Dr. Angelika Redder, Universität Hamburg)

Gastdiskutantinnen: Prof. Dr. Sonja Kuri, Università degli Studi di Udine, Italien, und Dipl.Psych. Tatjana Taraszo, NEPS, Berlin

Der Workshop wird durchgeführt unter aktiver Beteiligung der Wissenschaftlichen MitarbeiterInnen der Projekte.
18:30 Abendessen
20:00 Öffentlicher Abendvortrag: 
Prof. Carsten Röver Ph.D., University of Melbourne
"Diagnose pragmatischer Fähigkeiten - Vorschläge aus einer multilingualen englischsprachigen Welt"
   
  Freitag, 08.05.2015
09:30 Prof. Dr. Dr. h.c. Ingrid Gogolin, Universität Hamburg 
"Sprachdiagnostik - Sprachbildung - Mehrsprachigkeit"
10:15 Pause
10:45

 

Podium: „Sprachliche Bildung und Qualifizierung - Diskussion zu Implementierung und Transfer“

TeilnehmerInnen: Prof. Dr. Hiltraud Casper-Hehne, Universität Göttingen, "Umbrüche gestalten", Niedersachsen; Prof. Dr. Urs Moser, Institut für Bildungsevaluation der Universität Zürich; Dr. Barbara Herzog-Punzenberger, Universität Linz; Prof. Dr. Elke Wild, Universität Bielefeld; OSR Heinz Grasmück, Behörde für Schule und Berufsbildung, Hamburg; Dr. Wendelin Sroka, BMBF, Bonn/Berlin

Moderation: Prof. Dr. Angelika Redder, FiSS-Koordinatorin, Universität Hamburg
 11:45 Prof. Dr. Katharina Brizic, University of California, Berkeley / Universität Freiburg i.Br. 
 "Die Ökonomie der Sprachen und die unnütze Fülle des Lebens. Eine soziolinguistische Studie zu Bildung und Ungleichheit"
 12:30 "... und was schließen wir daraus? FiSS - Ergebnisse & Perspektiven"
Leitung: Dr. Daniela Remus, Wissenschaftsjournalistin, Hamburg
 13:00 Mittagessen und Ausklang 
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FiSS-Herbstschule 2014:
"Interdisziplinäre Forschung und wissenschaftliche Karriereplanung in der Empirischen Bildungsforschung"

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Frankfurt am Main, 12.-14. November 2014

Hotel AMADEUS am Hessen-Center,
Röntgenstr. 5, 60388 Frankfurt am Main

Die Empirische Bildungsforschung ist die Reflexion ihrer interdisziplinären Anlage bislang nur wenig systematisch angegangen. Interdisziplinarität fordert den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern kommunikative Anstrengungen zwischen den und über die Disziplinen hinweg ab, die die Zusammenarbeit wesentlich prägen. Daneben ist es die kommunikative Praxis der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Stakeholdern, die nun erstmals auch theoretisch-reflektorisch in den Blick rückt: Die Kommunikation mit den Aktanten in den Bildungsinstitutionen, der Politik, den Medien und der Öffentlichkeit, in deren Handlungsfelder die Forschung der Empirischen Bildungsforschung perspektiviert, ist als ein Element wissenschaftlich reflektierten Handelns zu modellieren.

Vor dem Hintergrund einer Wissenschaftskultur, die einerseits wissenschaftliche Karrieren nach wie vor in den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen - und nur dort - verortet und die Anstrengungen, die mit interdisziplinärer Forschung unabdingbar einhergehen, daher wenig honoriert, die andererseits viele öffentliche Forschungsaufträge an anwendungsbezogene interdisziplinäre Zusammenarbeit bindet, stellt sich für Qualifikanden die Frage, wie sie die Interdisziplinarität der Arbeitskontexte in den Forschungsprojekten der Empirischen Bildungsforschung mit ihrer wissenschaftlichen Karriereplanung sinnvoll verbinden können. Wie können sie auf dem Weg zwischen wissenschaftlicher Qualifikation und beruflicher Karriereplanung optimal von der Interdisziplinarität der Projektkontexte profitieren?

Diesen Fragen will die FiSS-Herbstschule 2014 nachgehen. Unter Einbezug der konkreten Erfahrungen der TeilnehmerInnen wollen wir die spezifische Problematik, aber auch die Chancen interdisziplinären wissenschaftlichen Arbeitens für einen innovativen Nachwuchs in der Empirischen Bildungsforschung thematisieren. Die eingeladenen ReferentInnen aus der Erziehungswissenschaft (Prof. Dr. Marianne Krüger-Potratz, Prof. Dr. Johannes Naumann), Psychologie (Prof. Dr. Johannes Naumann) und der anwendungsorientierten Wissenschaftsforschung (Dr. Simone Rödder, CLISAP Hamburg) werden Genese und Konzepte von Interdisziplinarität erläutern sowie Strategien zu deren Integration in die eigene Karriereplanung eröffnen. Ebenso werden Aspekte der Kommunikation mit den Anwendern bildungsbezogener Forschung thematisiert werden.

Eingeladen sind Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen von wissenschaftlichen Forschungsprojekten im Rahmen der Empirischen Bildungsforschung, Doktoranden und Doktorandinnen, die bereits Erfahrungen mit interdisziplinärem Arbeiten gemacht haben, aber auch fortgeschrittene (Master-)Studierende, die sich für interdisziplinäres Arbeiten in der Bildungsforschung interessieren.

Anmeldungen bitte bis zum 10.11.2014 an:
sabine.lambert(at)uni-hamburg.de.

Die Teilnahme ist kostenlos. Für externe Teilnehmer fallen evtl. Übernachtungskosten an, im Einzelfall bitte die Konditionen anfragen.

Programm

Mittwoch, 12.11.2014, Hotel AMADEUS
15–18 Uhr Vernetzungstreffen der Projekte  
(nach Bedarf, bitte anmelden) 
Donnerstag, 13.11.2014, Hotel AMADEUS, Tagungsraum "Schubert"
10.00 -
12 Uhr  
Vernetzungstreffen der Projekte
(nach Bedarf, bitte anmelden) 
12.30 Uhr Gemeinsames Mittagessen der
HerbstschulteilnehmerInnen
14.00 Uhr Prof. Dr. Angelika Redder
(FiSS-Koordinatorin, 
Universität Hamburg)
Begrüßung zur FiSS-Herbstschule 2014
14.15 -
15.45 Uhr
Prof. Dr. Marianne Krüger-Potratz (Universität Münster): 
„Erziehungswissenschaften - inner- und interdisziplinäre Entwicklungen“ (Impulsreferat mit Workshop)
15.45 Uhr Nachmittags-Break
16.15 -
17.30 Uhr
Präsentationen der Wissenschaftlichen ProjektmitarbeiterInnen
(Projektposter, Berichte aus der Projektarbeit)
17.30 Uhr Break
17.45 -
19.00 Uhr
Präsentationen der Wissenschaftlichen ProjektmitarbeiterInnen
(Projektergebnisse, Qualifikationsarbeiten)
20.00 Uhr Gemeinsames Abendessen
Freitag, 14.11.2014, Hotel AMADEUS, Tagungsraum "Schubert"
9.15 -
10.00 Uhr
Sabine Lambert (FiSS-Koordinierungsstelle, Hamburg):
FiSS-Abschlussplanungen
10.00 Uhr Vormittags-Break
10.30 -
12.00 Uhr
Simone Rödder (CLISAP, Universität Hamburg):
"Kommunikation zwischen den Disziplinen - und über die Disziplinen hinaus" (Vortrag mit anschließendem Workshop)
12.00 Uhr Mittagessen
14.00 -
16.00 Uhr
Prof. Dr. Johannes Naumann (Goethe-Universität Frankfurt/M.):
„Interdisziplinarität ist schön, macht aber auch viel Arbeit“ (Workshop)
16.00 Uhr Abschluss der FiSS-Herbstschule 2014

 


FiSS-Frühjahrstagung 2014, 3.-4. April 2014 in Dortmund

FiSS-Frühjahrstagung 2014 in Dortmund

„Sprachförderung in Familie und Schule“

ausgerichtet und organisiert in Zusammenarbeit von FiSS-Koordinierungsstelle Hamburg
und dem FiSS-Projekt FUnDuS Dortmund, Prof. Dr. Uta Quasthoff

Ort: Internationales Begegnungszentrum (IBZ) der TU Dortmund, Emil-Figge-Str. 59, 44227 Dortmund

Zeit: 3.-4. April 2014

Anmeldung zur Tagung:
sabine.lambert[at]uni-hamburg.de

Anmeldung zum Praktiker-Workshop:
mareike.garrecht[at]tu-dortmund.de

Hier können Sie den Tagungsflyer aufrufen:
Flyer FiSS-Frühjahrstagung 2014

Ihre Ansprechpartner:

FiSS-Koordinierungsstelle, Hamburg: sabine.lambert(at)uni-hamburg.de
FUnDuS, Dortmund: christian.kluger(at)tu-dortmund.de
Praktiker-Workshop: mareike.garrecht(at)tu-dortmund.de

Programm

Donnerstag, 03.04.2014
ab 12.30 Anreise der Workshopteilnehmer
mit kleinem Mittagsimbiss
13.30 FUnDuS & Interpass:
Praktiker-Workshop: Neue Konzepte zur impliziten Sprachför­derung innerhalb und außerhalb der Schule: Experten aus Familie – Unterricht – Wissenschaft im Gespräch
15.30  Kaffee für Workshopteilnehmer und anreisende FiSS-Mitglieder
16-19 FiSS-Mitgliederversammlung (geschlossener Teilnehmerkreis)
20.00 Gemeinsames Abendessen (für FiSS-Mitglieder)

Freitag, 04.04.2014

9.00 Angelika Redder (FiSS, Univ. Hamburg) & Uta Quasthoff (FUnDuS, TU Dortmund)
Begrüßung der Teilnehmer
9.15 Uta Quasthoff (TU Dortmund) & Elke Wild (Univ. Bielefeld)
„Nie erlaubst du mir was!“ Eltern-Kind-Gespräche als Erwerbskontext für sprachliche Schlüsselkompetenzen im Jugendalter 
10.15 Kaffeepause
10.45 Christiane Bainski (LaKI, NRW)
Perspektiven für integrative Sprachförderung
11.45 Marco Ennomoser (Univ. Gießen)
Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Interventionen zur Sprachförderung 
12.45 Mittagessen
14.00 Susanne Prediger (Univ. Dortmund)
Welche Sprachmittel sollen wir fördern - im Fachunterricht? Forschungszugänge zur gegenstandsbezogenen Spezifizierung relevanter sprachlicher Mittel
15.00 Kaffeepause
15.30 Mirko Mainini (Ministère de l'Éducation nationale, Luxembourg)
Leseförderung - Verbesserung der Unterrichtspraxis durch wissenschaftlich fundierte Lehrerfortbildung und institutionelle Vernetzung
16.30 „Im Kreuzfeuer“:
Wilfried Bos (IfS, TU Dortmund) & Joachim Grabowski (Univ. Hannover)
Internationale Großstudien - und die komplexe Realität vor Ort
17.15 Abschluss der Tagung

Abstracts

Uta Quasthoff (TU Dortmund) & Elke Wild (Univ. Bielefeld):
„Nie erlaubst du mir was!“ Eltern-Kind-Gespräche als Erwerbskontext für sprachliche Schlüsselkompetenzen im Jugendalter

Ausgehend von dem Forschungs- und Erklärungsbedarf, der nach den Ergebnissen der großen internationalen Vergleichsstudien im Hinblick auf Bildungsbenachteiligungen entstanden ist, wendet sich der Vortrag einem bislang eher wenig beachteten Themenkomplex zu: Den Sprachfördermöglichkeiten in Familien mit Kindern im Sekundarstufenalter. Exemplarisch beziehen wir uns dabei auf die mündliche und schriftliche Argumentationskompetenz als Schlüsselqualifikation, deren Weiterentwicklung von Klasse 5 bis 9 nachgezeichnet wird.  Wir zeigen anhand unserer empirischen Ergebnisse, welche familialen Interaktionsstile mit einer höheren Argumentationskompetenz  einhergehen und inwiefern diese in Familien mit unterschiedlichem sozioökonomischen Status vorkommen. Unter den Gesichtspunkten der Förderung stellen wir in unserem Vortrag ein gemeinsam von Sprachwissenschaftlern und Psychologen konzipiertes, auf den interdisziplinär gewonnenen Erkenntnissen aufbauendes Training für Eltern mit Fünftklässlern vor. Es zielt auf die Unterstützung von Familien als bedeutsamen Spracherwerbskontexten und wird derzeit, nach sorgfältiger Pilotierung, evaluiert. Im Vortrag können daher erste Beobachtungen berichtet werden.

Christiane Bainski (Landesweite Koordinierungsstelle Kommunale Integrationszentren (LaKI), NRW):
Perspektiven für integrative Sprachförderung

Mehrsprachigkeit wird in der deutschen Gesellschaft und damit auch im deutschen Bildungssystem immer mehr zur Normalität. Kinder und Jugendliche, die mit mehreren Sprachen in ihren verschiedenen lebensweltlichen Kontexten aufwachsen, brauchen andere Inputs durch das Bildungssystem, um erfolgreich die deutsche Sprache – insbesondere die Bildungssprache – zu erwerben und damit auch eine erfolgreiche Bildungsbiografie zu gestalten. Im Vortrag wird auf Mehrsprachigkeit eingegangen und diese auch in ihrem Aspekt als Ressource dargestellt sowie auf die Herausforderungen für das deutsche Bildungssystem eingegangen, sich vom monolingualen Habitus zu verabschieden und eine umfassende sprachliche Bildung und Förderung entlang der biografischen Bildungskette von der frühen Kindheit bis in die berufliche/universitäre Bildung hinein zu entwickeln, die die Mehrsprachigkeit als Normalität und als Ressource für den Lernprozess aller Kinder und Jugendlichen einbindet.

Marco Ennemoser (Gießen):
Wirksamkeit und Nachhaltigkeit von Interventionen zur Sprachförderung

In den letzten Jahren wurden die Bemühungen um eine systematische Sprachförderung im Kindergartenalter deutlich intensiviert. Über die Wirksamkeit der vielen verschiedenen Förderkonzepte, die inzwischen im gesamten Bundesgebiet zum Einsatz kommen, ist jedoch überraschend wenig bekannt  (für einen Überblick siehe Lisker, 2011). Eine Reihe von Studien, in denen die Einführung diverser Sprachförderkonzepte in den Kindergartenalltag wissenschaftlich begleitet wurde, kommt übereinstimmend zu ernüchternden Ergebnissen. Über mögliche Gründe für die ausbleibenden Fördererfolge wird viel spekuliert, eindeutige Schlussfolgerungen lassen sich jedoch aus den bisherigen Untersuchungen nicht ableiten. Ein Problem ist darin zu sehen, dass häufig „Programmpakete“ zum Einsatz kommen, so dass unklar bleibt, welche Bestandteile möglicherweise doch förderlich sein könnten und welche nicht. Im Rahmen des Vortrags werden die Ergebnisse einer Studie vorgestellt, in der bewusst auf den Einsatz eines Programmpakets verzichtet wurde. Stattdessen wurde der Fokus auf die konsequente Anwendung grundlegender Sprachlehrstrategien im Sinne des so genannten „dialogischen Lesens“ gelegt. Die Befunde zeigen, dass die Anwendung dieser Sprachlehrstrategien geeignet ist, die Sprachkompetenz von Risikokindern wirksam zu fördern. Sie machen jedoch auch deutlich, dass es nicht allen Förderkräften gelingt die dialogischen Prinzipien konsequent anzuwenden und dass die Fördererfolge maßgeblich von der Qualität der Durchführung abhängen.

Susanne Prediger (Univ. Dortmund):
Welche Sprachmittel sollen wir fördern - im Fachunterricht? Forschungszugänge zur gegenstandsbezogenen Spezifizierung relevanter sprachlicher Mittel

Omnipräsent ist die Forderung, im sprachsensiblen Fachunterricht den Aufbau bildungs- und fachsprachlicher Mittel gezielter zu unterstützen. Notwendig sind dafür jedoch genauere Spezifizierungen, welche Sprachmittel für welchen fachlichen Lerngegenstand tatsächlich benötigt werden. Der Vortrag präsentiert und systematisiert mögliche Forschungszugänge und -ergebnisse an Beispielen zum Mathematikunterricht und zeigt vielfältige, auf andere Fächer übertragbare Forschungs- und Entwicklungsdesiderate, um allgemeine Förderkonzepte fach- und gegenstandsspezifisch mit konkreter Substanz zu füllen.

Mirko Mainini (Ministère de l'Éducation nationale, de l'Enfance et de la Jeunesse, Inspection de l'Enseignement fondamental, Bureau régional Sud-Ouest, Differdange, Luxembourg):
Leseförderung - Verbesserung der Unterrichtspraxis durch wissenschaftlich fundierte Lehrerfortbildung und institutionelle Vernetzung

Die äußerst positiven Resultate einer in Luxemburg durchgeführten Untersuchung im Bereich der Leseförderung lassen sich einerseits durch eine Reihe von Elementen wie die Identifikation von bewährten Methoden in der Leseforschung und die praxisorientierte Weiterbildung der Lehrkräfte, andererseits aber auch durch das Zusammenspiel von Institutionen wie die Schule, das Unterrichtsministerium, die Universität und das Inspektorat erklären. Die Forderung nach der Vernetzung von Institutionen im Wohle der Schülerinnen und Schüler genügt jedoch nicht. Die positiven Resultate treten nur dann auf, wenn die Rollen klar verteilt sind, die Implementierung für alle Beteiligten kohärent erscheint und die Lehrerinnen und Lehrer bei jeder politischen Neuorientierung miteinbezogen werden.

 


Berlin 27.-28. März 2014:

Zweite Bildungsforschungstagung des BMBF

Save the date


 

Unter dem Titel „Bildungsforschung 2020 – Zwischen wissenschaftlicher Exzellenz und gesellschaftlicher Verantwortung“ hatte das BMBF vom 27.–28. März 2014 im Hotel andel's in Berlin zur zweiten bundesweiten Tagung zum Stand der Empirischen Bildungsforschung geladen. Ca. 400 Teilnehmer aus dem In- und Ausland nahmen daran teil. Ein Bericht folgt in Kürze.


FiSS-Herbstschule 2013

FiSS-Herbstschule 2013 in Mannheim

Mannheim, 12.-13. Dezember 2013

Ort der Veranstaltung:
Universität Mannheim, Schloss, Ehrenhof Ost, 1. OG, Raum EO 157

Programm

Mittwoch, 11.12.2013 
14 – 18 Uhr Vernetzungstreffen der Projekte  
Donnerstag, 12.12.2013, Mannheim Schloss
10.30 Uhr Anreise
10.45 Uhr Begrüßung
Prof. Dr. Angelika Redder (FiSS-Koordinatorin, 
Universität Hamburg)

11 Uhr Prof. Dr. Rosemarie Tracy (Universität Mannheim): 
„Sprachkontakt online: Was uns mehrsprachige 
Performanz über bilinguale Kompetenzen verrät
13 Uhr Mittagessen
14 Uhr Dr. Holger Hopp (Universität Mannheim):
„Mehrsprachig sehen – Was die Augen uns über bilinguale Sprecher verraten“
15.30 Uhr Kaffeepause 
16.00 Uhr Praktiker-Workshop
Prof. Dr. Rosemarie Tracy (Leitung):
(erweiterter Teilnehmerkreis)
18.30 Uhr FiSS lädt ein zum gemeinsamen Abendessen!
Freitag, 13.12.2013, Mannheim Schloss
9.15 Uhr Präsentationen der ProjektmitarbeiterInnen
(Dissertationsvorhaben, Projektposter, Datengewinnung und Datenanalyse)
10.30 Uhr Kaffeepause
11 Uhr Präsentationen der ProjektmitarbeiterInnen
(Dissertationsvorhaben, Projektposter, Datengewinnung und Datenanalyse)
12.30 Uhr Mittagessen
14 Uhr Prof. Dr. Raphael Berthele (Université de Fribourg): 
„Rezeptive Mehrsprachigkeit. Forschungsmethoden und Resultate von empirischen Studien zum Erschliessen von Wörtern und Texten in mehr oder weniger unbekannten Sprachen“
15.30 Uhr Auswertung & Ausblick
Sabine Lambert (FiSS-Koordinierungsstelle, 
Universität Hamburg) 
(Moderation)
16 Uhr  Ende der Veranstaltung
Samstag, 14.12.2013
9 – 12 Uhr  Vernetzungstreffen der Projekte

 

Abstracts

Prof. Dr. Rosemarie Tracy (Mannheim): 
Sprachkontak online:  Was uns mehrsprachige Performanz über bilinguale Kompetenzen verrät

Warum wechseln mehrsprachige Menschen, die sich mühelos in nur einer ihrer Sprachen äußern könnten, mitten in einem Redebeitrag von einer Sprache zur anderen? In der folgenden Erzählung berichtet eine vierundachtzigjährige Deutschamerikanerin, die im Alter von 19 Jahren in die USA auswanderte, von einer Unterhaltung mit ihrem Hausarzt, ebenfalls ein Emigrant. Wörter, deren Herkunft als englisch oder deutsch nicht entscheidbar ist, wurden hier zweimal aufgeführt (mei/my; Doktor/Doctor)und unterstrichen. Satzzeichen wurden als Lesehilfe hinzugefügt.

Und dann hot mei/my Doktor/Doctor, der war von Hamburg, Doktor /Doctor L., he was nice and I liked him very much, der hot zu mir gsogt, Toni, du hast a deutsche Figur. Na sog i, ja und wie is die? No hot er gsogt, wenn der Kaiser zu Pferd war, hot er groß ausgschaugt und wenn er runterkomme is vom Pferd, dann war nix mehr von eam da, because he had short legs, like me, you know, a long torso and very short legs.

Wie wir sehen können, wechselt die Sprecherin zwischen bairisch gefärbten deutschen und englischen Sätzen. Überdeckt sie damit lediglich lexikalische oder strukturelle Lücken? Wie gut ist sie in der Lage, ihre Sprachwahl zu kontrollieren? In meinem Beitrag geht es um die Frage, was uns Mischäußerungen über Koaktivierung und „Koproduktion“, d.h. über die simultane Realisierung von Strukturen und von lexikalischen Ressourcen unterschiedlicher Sprachen und über Formen und Funktionen gemischter Äußerungen sowie das Monitoring von SprecherInnen und individuelle Mischprofile verraten. Die diskutierten Daten stammen aus einem DFG-Projekt, das über einen Zeitraum von sechs Jahren die mündliche – und in einigen Fällen auch schriftliche – Sprachverwendung einer Gruppe deutscher AuswanderInnen in den USA untersucht hat.

Dr. Holger Hopp (Mannheim):  
„Mehrsprachig sehen – Was die Augen uns über bilinguale Sprecher verraten“

In dem Slot sollen neuere Forschungsergebnisse aus psycholinguistischen Studien zur Mehrsprachigkeit mittels Blickbewegungsmessungen (Eyetracking) vorgestellt werden. Dabei geht es um die Klärung zweier zentraler Fragen: 1) (Wie) interagieren mehrere Sprachen beim Sprachverständnis, selbst wenn nur eine Sprache gesprochen wird? 2) Welche Schwierigkeiten haben mehrsprachige Lerner beim Erwerb des Deutschen und worin sind diese Schwierigkeiten begründet? 
Die Ergebnisse zeigen Interdependenzen zwischen Sprachen und sprachlichen Subsystemen, die als Wesensmerkmal mehrsprachiger Kompetenz verstanden werden sollen.

Prof. Dr. Raphael Berthele (Fribourg): 
„Rezeptive Mehrsprachigkeit. Forschungsmethoden und Resultate von empirischen Studien zum Erschliessen von Wörtern und Texten in mehr oder weniger unbekannten Sprachen“

Im Workshop werde ich als Einstieg an Hand von konkreten Übungsbeispielen zeigen, wie mehrsprachige Personen Texte und Wörter in gänzlich unbekannten oder wenig beherrschten Sprachen zu erschliessen versuchen. Ausgehend von diesem praktischen Einstieg zeige ich mögliche Methoden auf, mit denen Daten zu inter-lingualen Erschliessungsprozessen gesammelt werden können. Vor- und Nachteile von mehr oder weniger kontrollierten Datensammlungspraktiken werden beschrieben. Verschiedene Methoden der Datenexploration und der Inferenzstatistik sowie einige ausgewählte Resultate werden präsentiert und diskutiert.