Herzlich Willkommen bei FiSS!
Die Forschungsinitiative Sprachdiagnostik und Sprachförderung (FiSS) ist eine Maßnahme im Kontext des BMBF-Rahmenprogramms zur Förderung der Empirischen Bildungsforschung. Sie dient der Erarbeitung von empirisch fundiertem wissenschaftlichem Wissen über die Aneignung, Diagnose und Förderung sprachlicher Kompetenzen bei Kindern und Jugendlichen unter besonderer Berücksichtigung der spezifischen sprachlichen Anforderungen in den Bildungsinstitutionen.
Im Rahmen der Forschungsinitiative werden empirisch ausgerichtete Forschungsvorhaben gefördert, die die Sprachaneignung und die diagnosegestützte Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen (4 bis 16 Jahre) mit nicht wesentlich beeinträchtigter Sprachlernfähigkeit zum Gegenstand haben. Im Fokus stehen Erwerb, Feststellung und Förderung von Kompetenzen in der deutschen Sprache bei Kindern ohne und mit Migrationshintergrund.
Bundesweit sind 14 Projekte (6 Verbund- und 8 Einzelvorhaben) an der Forschungsinitiative beteiligt.
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- Poster-Präsentation der FiSS zum Download
- Ausschreibungstext der Förderbekanntmachung
- Rahmenprogramm zur Förderung der Empirischen Bildungsforschung
- Portal des BMBF-Rahmenprogramms zur Förderung der Empirischen Bildungsforschung
FiSS im Überblick
Aufgaben der Koordinierungsstelle
I Interne Vernetzung
II Nachwuchsförderung
III Ermittlung weiterer Forschungsbedarfe
IV Außenwirkung
V BMBF-Vernetzungen
I Interne Vernetzung
- Jährlich wird im Frühjahr ein geschlossener FiSS-Workshop mit allen ProjektleiterInnen und MitarbeiterInnen in FiSS veranstaltet.
- Dabei werden aktuelle Ergebnisse diskutiert, forschungsmethodische und forschungspraktische Schwierigkeiten besprochen, vielversprechende Lösungen vorgestellt und Interdisziplinarität praktiziert. Alle Projekte berichten von ihrem laufenden Forschungsprozess, so dass gezielt gemeinsame Herausforderungen erkannt und angenommen werden können.
- In den Zwischenzeiten unterstützt die Koordinierungsstelle Vernetzungen zwischen einzelnen Projekten durch Workshops etc.
II Nachwuchsförderung
- Jährlich bietet die FiSS-Herbstschule Austausch- und Qualifikationsmöglichkeiten für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von FiSS und darüber hinaus im Rahmenprogramm Empirische Bildungsforschung.
- Durch Schulungen, die von ausgewählten Dozentinnen und Dozenten durchgeführt werden, erhält der Nachwuchs eine bedarfsgerechte Fortbildung über Disziplingrenzen hinweg. Zudem bieten die FiSS-Herbstschulen Gelegenheit zur Präsentation der Qualifizierungsarbeiten und Diskussion mit den MitarbeiterInnen sowie partizipierenden ProjektleiterInnen aus anderen Disziplinen.
- Zum Spektrum der Nachwuchsförderung gehören des Weiteren laufende Beratungen zu Tagungsauftritten, zu Publikationen und Anschlussförderungen sowie die Organisation, Durchführung und Finanzierung von Fortbildungen, die durch den Nachwuchs angeregt werden. Die FiSS-Koordinierungsstelle in Hamburg wendet sich eher an SprachwissenschaftlerInnen und DidaktikerInnen, die Dependence in Bamberg bringt stärker psychologische und erziehungswissenschaftliche Expertise ein.
- FiSS-Impressionen
- Im Rahmen von FiSS werden jedoch nicht erst wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgebildet, sondern bereits Studierenden der Einstieg in die Wissenschaft erleichtert, indem diese als studentische Hilfskräfte auch bei Herbstschulen Einblick in das wissenschaftliche Forschen erhalten und Erfahrungen in der Projektarbeit sammeln.
III Ermittlung weiterer Forschungsbedarfe
Eine dezidierte Aufgabe der Koordinierungsstelle ist die Ermittlung von Desideraten in der Praxis wie in der praxisbezogenen Forschung zur Planung weiterer Förderinhalte und Förderinstrumente im Feld der Sprachdiagnostik und Sprachförderung.
- Die Forschungslücken, die unter anderem erst durch die laufende Arbeit in den FiSS-Projekten und in der Vermittlung zwischen den interdisziplinären FiSS-Forschungen deutlich werden, sich also nicht zuletzt aus dem lernenden Austausch mit den wissenschaftlichen Communities von Sprachwissenschaft, Sprachdidaktik, Psychologie und Erziehungswissenschaft ergeben, werden gebündelt und für die Initiierung weiterer Forschungen an das BMBF geleitet. Die FiSS-Koordinierungsstelle Hamburg hat demgemäß auch an dem BMBF-geförderten Projekt „Bilanz und Konzeption eines Forschungsprogramms zu Sprachdiagnostik und Sprachförderung“ initiierend wie leitend mitgewirkt, so dass nun in Form von ZUSE-Diskussionspapier 1 (Redder et al. 2010) ein aktueller Stand zum Forschungsbedarf hinsichtlich Sprachdiagnostik und Sprachförderung zugänglich ist.
- Bilanz und Perspektiven zum Themengebiet finden Sie hier.
IV Außenwirkung
Alle Projekte von FiSS arbeiten empirisch. Durch die Datenerhebung in Bildungsinstitutionen und die Arbeit mit Probanden entstehen zahlreiche Kontakte zu pädagogischem Fachpersonal sowie zu interessierten Bürgerinnen und Bürgern. Zunehmend wenden sich nun auch ErzieherInnen und LehrerInnen an die WissenschaftlerInnen, um sich beraten und fortbilden zu lassen.
- Bei zahlreichen Fachtagungen haben die Projekte ihre Arbeit und ihre Ergebnisse in Vorträgen, Posterpräsentationen und Arbeitsgruppen in die fachliche Öffentlichkeit getragen. Durch die breite und vielfältige Tagungspräsenz hat FiSS innerhalb der Fachöffentlichkeiten inzwischen einen hohen Bekanntheitsgrad erreicht und die wissenschaftliche Diskussion über Sprachdiagnostik und Sprachförderung mit geprägt.
- Die Beteiligung der FiSS-Koordinierungsstelle an dem Projekt „Bilanz und Konzeption eines Forschungsprogramms zu Sprachdiagnostik und Sprachförderung“ hat zahlreiche Kontakte in die Bundesländer auf der Arbeitsebene gezeitigt. Dabei ergab sich ein überwältigendes Interesse der Fachleute in den Ministerien an einem Austausch mit der Wissenschaft. Durch eine Expertenrunde mit den Praktikern in den Länderadministrationen im Herbst 2011 wird seitens der FiSS-Koordinierungsstelle der Austausch zwischen Wissenschaft und Verwaltung auf Anregung der Länderbehörden fortgesetzt.
- Der Auftrag einer nachhaltigen Datenarchivierung stellt eine große Herausforderung für einen interdisziplinär und methodisch vielfältig arbeitenden Forschungsverbund dar. Für eine zukunftsorientierte Langzeitlösung erarbeitet die Koordinierungsstelle im Austausch mit Experten aus den Disziplinen, die an FiSS beteiligt sind, und in Abstimmung mit den Datenschutzbeauftragten tragfähige Konzepte.
- Die FiSS-Koordinierungsstelle hat im Rahmen der Koordinatorentreffens im BMBF-Rahmenprogramm die zentrale Verantwortung für die Klärung rechtlicher Fragen im Umfeld von Datenerhebung und Datenarchivierung übernommen (s. V).
- Durch mannigfache Kooperationen in FiSS bildet sich ein Netzwerk, das einen wesentlichen Beitrag zur Strukturierung der Forschungslandschaft in Bezug auf den Gegenstand Sprachdiagnostik und Sprachförderung leistet. Laufend werden Gespräche mit Expertinnen und Experten zu anstehenden Problemen und deren Überwindung geführt.
- Eine kommentierte Literaturdatenbank zur kindlichen Sprachaneignung bietet einen schnellen und umfassenden Zugriff auf Literatur zum Thema. Im Unterschied zu den Datenbanken beim DiPF ist die FiSS-Datenbank linguistisch breiter aufgestellt.
V BMBF-Vernetzungen
Im Rahmen eines Treffens aller Koordinierungsstellen der BMBF-Förderlinien im Rahmenprogramm zur Empirischen Bildungsforschung 2010 wurden die Aufgaben, Arbeitsweisen und Erfahrungen der FiSS-Koordinierungsstelle vorgestellt.
Auf Anregung von FiSS wurde während des Treffens eine Öffnung aller Nachwuchsschulungen für alle im Zuge der Förderung durch das Rahmenprogramms eingestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschlossen. An der letztjährigen FiSS-Herbstschule 2010 nahmen bereits zwei FiSS-externe Mitarbeiterinnen teil. Auch die FiSS-Herbstschule 2011 wird wieder offen sein.
Die FiSS-Koordinierungsstelle erarbeitet eine Lösung für offene Fragen der nachhaltigen Datenarchivierung. Hierzu bedarf es vor allem einer Harmonisierung zwischen bundes- und landesweiten Datenschutzbestimmungen und den Förderrichtlinien zur Nachhaltigkeit erhobener Daten. Ein erster Workshop mit dem Datenschutzbeauftragten des Bundes und einiger Länder ist bereits angeregt.
Die Präsentationen zur Veranstaltung finden Sie hier.
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